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Wie Sie den Leistungsengpass Ihres Systems erkennen

Februar 14, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Manchmal will der PC einfach nicht so laufen, wie er sollte, und man fragt sich, ob man sich unbewusst selbst ausbremst. Meistens sind CPU, GPU oder RAM die Hauptursachen, aber seien wir ehrlich: In der Praxis können auch andere Faktoren wie Speichergeschwindigkeit, Internetverbindung oder sogar Peripheriegeräte die Leistung beeinträchtigen. Die Ursache für die Verzögerungen zu finden, ist nicht immer einfach, aber mit Tools wie dem Task-Manager oder Online-Rechnern wird es leichter. Sobald man einen Überblick hat, kann man gezieltere Upgrades oder Optimierungen vornehmen, um den optimalen Zustand zu erreichen, in dem alles reibungslos läuft. Keine Zauberei – nur etwas Recherche und Ausprobieren. Wenn sich der PC also träge anfühlt oder die Bildwiederholrate niedriger als erwartet ist, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Flaschenhals darauf wartet, identifiziert und behoben zu werden.

Wie Sie die Komponente identifizieren, die den Engpass in Ihrem System verursacht

Aufgabenmanager

Ja, der in Windows integrierte Task-Manager wird für diesen Zweck etwas unterschätzt.Öffnen Sie Ctrl + Shift + Escihn mit der entsprechenden Taste und wechseln Sie dann zum Tab „Leistung“. Dort finden Sie alle wichtigen Informationen – CPU-, GPU-, Arbeitsspeicher-, Festplatten- und Ethernet-Auslastung werden übersichtlich dargestellt. Starten Sie nun Ihr Spiel oder die Anwendung, die Probleme bereitet.

Achten Sie auf eine konstant hohe Auslastung in einem Bereich, während andere relativ niedrig bleiben. Wenn beispielsweise Ihre CPU bei 100 % läuft, Ihre GPU aber nur bei etwa 15 %, dann ist die CPU der Flaschenhals. Ist hingegen Ihre GPU voll ausgelastet und die CPU-Auslastung relativ niedrig, ist wahrscheinlich Ihre Grafikkarte der limitierende Faktor. Bei manchen Systemen kann dies etwas unvorhersehbar sein – manchmal schnellen die RAM- oder Festplattenauslastung ohne Vorwarnung in die Höhe. Für eine detailliertere Analyse öffnen Sie den Ressourcenmonitor (über die Startmenü-Suche), der die Auslastung noch genauer aufschlüsselt.

Hardware-Überwachungsprogramm

Der Task-Manager eignet sich hervorragend für schnelle Überprüfungen, aber wenn Sie Temperaturen, Taktraten oder Spannungswerte im Blick behalten möchten, ist ein dedizierter Hardware-Monitor deutlich besser geeignet. Ein beliebtes kostenloses Tool ist MSI Afterburner. Es ist weit mehr als nur ein GPU-Übertaktungstool – es zeigt Echtzeitdaten zu CPU-, GPU- und RAM-Auslastung, Temperaturen und Stromverbrauch an.

Öffnen Sie das Programm, wechseln Sie zum Tab „Überwachung“ und wählen Sie alle Parameter aus, die Sie verfolgen möchten. Sie können sogar eine Benutzeroberfläche einrichten, die Diagramme während des Spielens oder Bearbeitens anzeigt und so Engpässe leichter erkennt. Wenn Ihre GPU konstant bei 99 % Auslastung liegt, während die CPU kaum 50 % erreicht, ist wahrscheinlich Ihre GPU überlastet. Dasselbe gilt für andere Komponenten. Alternativ bieten sich HWInfo oder UserBenchmark an, die Ihr System detaillierter analysieren.

In-Game-Überwachungstools

Manche Spiele verfügen über integrierte Leistungsanzeigen, die für schnelle Überprüfungen sehr praktisch sind. Titel wie Shadow of the Tomb Raider oder Battlefield V ermöglichen es, Overlays zu aktivieren, die die CPU- und GPU-Auslastung anzeigen. Wenn die CPU die gesamte Arbeit übernimmt und die GPU kaum ausgelastet ist, ist wahrscheinlich die CPU der Flaschenhals im Spiel. Umgekehrt gilt: Ist die GPU voll ausgelastet, während die CPU nur einen geringen Prozentsatz auslastet, sollten Sie in eine bessere Grafikkarte investieren oder die Spieleinstellungen entsprechend anpassen.

Online-Engpassrechner

Für eine genauere Antwort sind Online-Rechner überraschend praktisch. Sie fragen nach CPU, GPU, RAM, Auflösung und Verwendungszweck und zeigen dann den wahrscheinlichen Flaschenhals an. Meine Erfahrungen damit sind gemischt – sie sind nicht perfekt, aber bei einer Konfiguration haben sie genau ins Schwarze getroffen, bei einer anderen eher weniger. Zwei gute Beispiele sind PC Build und CPU Agent. Geben Sie einfach Ihre Hardware-Details ein, wählen Sie Ihre Zielauflösung und klicken Sie auf „Berechnen“.Das liefert Ihnen in der Regel eine gute Schätzung dessen, was die Leistung begrenzt.

Mögliche Lösungen für den Engpass

Sobald Sie die Schwachstelle identifiziert haben – sei es die CPU, die GPU oder etwas anderes – ist ein Upgrade dieser Komponente so gut wie immer die sicherste Lösung. Wenn ein komplettes Upgrade aber momentan nicht möglich ist, versuchen Sie es vielleicht zunächst mit weniger drastischen Optimierungen:

  • Passe die Grafikeinstellungen im Spiel an. Falls deine CPU der Flaschenhals ist, kann eine höhere Auflösung oder das Deaktivieren rechenintensiver Funktionen wie ultra-detaillierter Schatten die GPU entlasten.
  • Schließen Sie unnötige Apps und Hintergrundprozesse. Zusätzliche Software kann Arbeitsspeicher oder CPU-Leistung beanspruchen und Ihr System dadurch langsamer erscheinen lassen, als es tatsächlich ist.

Vergessen Sie nicht: Auch Ihr Speicher kann Ruckler verursachen – beispielsweise eine langsame Festplatte im Vergleich zu einer NVMe-SSD. Ein Upgrade auf ein schnelleres Laufwerk oder die Optimierung Ihrer aktuellen Konfiguration kann oft einen großen Unterschied machen. Ethernet-Kabel oder Peripheriegeräte können ebenfalls Latenz- oder Bandbreitenprobleme verursachen. Berücksichtigen Sie diese daher bei der Fehlersuche in netzwerkintensiven Aufgaben oder beim Streaming.

Manchmal liegt die Lösung nicht in einem neuen Bauteil, sondern in der Optimierung der vorhandenen Komponenten. Dennoch ist es für die Herangehensweise an Upgrades oder Einstellungsänderungen entscheidend zu wissen, welche Faktoren die Leistung Ihres Systems einschränken.