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Wie vergleicht man die 6800XT und die 3080: Welche ist die beste?

Februar 11, 2026 5 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

Die beiden GPUs – AMDs Radeon RX 6800 XT und NVIDIAs GeForce RTX 3080 – sind schon eine Weile auf dem Markt und unterstützen DirectX 12 Ultimate. Das ist super, denn dadurch beherrschen sie Raytracing, Mesh-Shader, Variable Rate Shading und all die anderen ausgefeilten Technologien. Aber ehrlich gesagt, die technischen Daten allein sagen nicht alles über die tatsächliche Leistung aus. Wenn du dich nach einer neuen Grafikkarte umsiehst oder ein Upgrade planst, ohne dabei das Gefühl zu haben, Geld zu verschwenden, ist es unerlässlich zu wissen, wie sich die Karten in realen Spielen und Anwendungen schlagen.

Ein kurzer Blick auf die Anzahl der Kerne oder die Speicherkapazität mag zwar den Eindruck erwecken, dass eine Karte die bessere ist, doch so einfach ist es nicht. Manchmal läuft die Karte mit mehr Kernen nicht schneller – insbesondere nicht in einem direkten Vergleich. Dieser Leitfaden bietet daher einen Überblick über alles Wichtige, von der Kernarchitektur über Upscaling-Technologien bis hin zur Monitorkompatibilität. So finden Sie heraus, welche Karte am besten zu Ihrem Gaming- oder Kreativ-Setup passt. Spoiler: Es geht nicht nur um die Zahlen – es gibt viele Nuancen. Sie erfahren, was die tatsächliche Gaming-Performance beeinflusst und welche Funktionen für Ihren Anwendungsfall am wichtigsten sein könnten.

Wie man diese Grafikkarten richtig vergleicht

Unterschiede bei den GPU-Kernen und der Architektur

  • Die Navi 21 GPU von AMD in der 6800 XT verfügt über 5120 Shader und basiert auf der RDNA 2 Architektur. Im Gegensatz dazu besitzt NVIDIAs GA102 in der 3080 10752 CUDA-Kerne und nutzt die Ampere Architektur.
  • Klar, die 3080 sieht auf dem Papier nach deutlich mehr Shadern aus, aber das bedeutet nicht zwangsläufig eine bessere Performance im Spiel. Das kommt ständig vor – auf einem System ist sie rasend schnell, auf einem anderen eher mittelmäßig. Der wahre Clou ist, wie diese Kerne für spezifische Arbeitslasten konzipiert und optimiert sind.
  • In der Praxis kann es vorkommen, dass die zweite GPU bei manchen Rechnern nicht die gleiche Leistung erbringt – Treiber, CPU-Engpässe und die Kühlung spielen dabei eine Rolle.

Häufige Fehlinformationen über Taktraten und Speicher

  • Lassen Sie sich nicht zu sehr von den Taktraten blenden. Basis- und Boost-Takt geben lediglich die Geschwindigkeit einzelner Befehle an, erzählen aber selten die ganze Geschichte – insbesondere, da andere Faktoren wie Speicherbandbreite und Busbreite die Leistung beeinflussen.
  • Entscheidend sind die Größe und der Typ des Videospeichers (VRAM).Die 6800 XT verfügt über 16 GB GDDR6-Speicher, was viel klingt und für die meisten modernen Spiele ausreicht – außer man spielt in 4K oder bearbeitet aufwendige hochauflösende Bilder. Die 3080 hingegen bietet GDDR6X mit höheren Übertragungsraten und somit weniger Rucklern und Verzögerungen beim Spielen.
  • Bei manchen Konfigurationen sind die Unterschiede in der Speichergeschwindigkeit bei normalen Auflösungen nicht wahrnehmbar, aber bei rechenintensiven Aufgaben oder der Verwendung von ultrahohen Texturen kann der schnellere GDDR6X-Speicher einen Unterschied machen.

Unterschiede in der Bildwiederholrate und Gaming-Benchmarks

  • Wenn man diese Karten tatsächlich in FPS-Benchmarks testet – beispielsweise in 1080p oder 4K –, hat NVIDIA tendenziell bei 4K die Nase vorn, insbesondere bei neueren AAA-Titeln mit aktiviertem Raytracing.
  • Bei Auflösungen von 1080p oder 1440p kann AMD gut mithalten und NVIDIA in manchen Spielen sogar übertreffen, was zwar etwas ungewöhnlich, aber durchaus möglich ist. Beide Karten erreichen bei diesen Einstellungen in der Regel durchschnittlich über 100 FPS – der Unterschied dürfte also gering sein.
  • Bedenken Sie jedoch: Dies sind Durchschnittswerte aus einer Handvoll Spiele. Falls Ihr Lieblingsspiel hier nicht getestet wurde, überprüfen Sie zunächst dessen Benchmark-Ergebnisse.

Raytracing- und Upscaling-Technologie

  • Die Raytracing-Leistung spricht – wenig überraschend – für NVIDIA. Die RT-Kerne der RTX 3080 arbeiten generell effizienter, insbesondere bei hohen Einstellungen und in 4K. Die AMD 6800 XT verfügt zwar auch über RT-Kerne, diese sind aber nicht ganz so schnell. Daher ist mit niedrigeren Frameraten zu rechnen, wenn Raytracing aktiviert ist.
  • Und hier kommt die kuriose Sache: Wenn man Raytracing auf der 6800 XT in 4K aktiviert, führt das oft zu unspielbaren Bildraten, es sei denn, man reduziert einige Einstellungen oder verwendet DLSS oder FSR zum Upscaling.
  • NVIDIAs DLSS sieht im Allgemeinen besser aus und skaliert flüssiger, was bei höheren Auflösungen zu einer besseren Leistung führen kann. AMDs FSR 2.0 macht zwar Fortschritte, benötigt aber noch mehr Unterstützung in Spielen.

Monitorkompatibilität und Synchronisierungstechnologien

  • Sowohl AMD als auch NVIDIA verfügen über ihre jeweilige Synchronisierungstechnologie – FreeSync bei AMD und G-Sync bei NVIDIA. Interessanterweise unterstützen aber auch NVIDIA-Karten FreeSync, was ein großer Vorteil ist, sofern Ihr Monitor diese Technologie unterstützt.
  • Hinweis: Wenn Ihr Monitor G-Sync oder FreeSync unterstützt, wählen Sie das passende Modell. Die 6800 XT verfügt außerdem über einen USB-C-Anschluss für moderne Monitore, den die 3080 nicht bietet. Sollte Ihnen dieser Anschluss wichtig sein, ist das ein weiterer Pluspunkt für AMD.

Streaming und Stromverbrauch

  • Streaming? NVIDIAs NVENC-Encoder ist ein Traum – effizienter, bessere Qualität bei niedrigeren Bitraten. AMDs Encoder ist auch nicht schlecht, aber NVENC ist deutlich besser.
  • Zum Stromverbrauch: Die 6800 XT hat eine TDP von etwa 300 W, die 3080 von 320 W. Der Stromverbrauch unterscheidet sich nicht drastisch, aber AMDs RDNA-2-Architektur ist tendenziell insgesamt energieeffizienter – daher erhält man in manchen Konfigurationen eine bessere Leistung pro Watt.
  • Kühlung und Temperaturen bleiben dank solider Nachrüst-Designs bei beiden Systemen recht moderat.Übertakten führt natürlich zu höherem Stromverbrauch und höheren Temperaturen. Achten Sie auf mögliche thermische Drosselung, wenn Sie die Einstellungen übertreiben.

Preisgestaltung und welche Option sinnvoller ist

  • Preislich liegt die AMD 6800 XT in der Regel etwas günstiger – sie kostet etwa 650 US-Dollar im Vergleich zu NVIDIAs 12-GB-3080, die je nach Marktlage rund 800 US-Dollar kostet. Wenn Ihr Budget also begrenzt ist und Raytracing nicht Ihre oberste Priorität hat, sollten Sie diese Option in Betracht ziehen.
  • Wenn Sie vollwertiges 4K mit Raytracing anstreben, ist die 3080 die richtige Wahl – sie bewältigt RT weitaus besser, insbesondere wenn Upscaling nicht ausreicht.

Welche Karte sollten Sie wählen?

Im Grunde genommen kommt es darauf an, was dir wichtig ist. Wenn du in 1080p oder 1440p spielst und Raytracing nicht so wichtig ist, könnte die 6800 XT ein paar Euro sparen und trotzdem eine solide Leistung bieten. Wenn du aber 4K anstrebst, das beste Raytracing-Erlebnis willst oder eine bessere Upscaling-Technologie benötigst, ist die 3080 die richtige Wahl. Achte nur darauf, dass deine CPU und dein RAM nicht die Leistung einschränken – sonst kannst du die Vorteile möglicherweise nicht voll ausschöpfen. Und vergiss nicht, dir aktuelle Benchmarks deiner Lieblingsspiele anzusehen – was allgemein gut funktioniert, ist nicht immer perfekt für jeden Titel.